Online Schachclub gewinnt DSOL Meisterschaft

Am 30.04. besiegte der Online Schachclub Bremerhaven – Post SV Neustadt mit 2 1/2 : 1 1/2 in einem spannenden Finale und gewann damit als erster Bremer Verein eine DSOL Liga. Die Bremerhavener Spieler spielten in der Aufstellung Jochen Schöttker (Weiß), Karsten Bussemer (Schwarz), Mirko Diehl (Schwarz) und Peter Frei (Weiß).

Jochen opfert in der Eröffnung einen Bauern für starkes Figurenspiel. Leider verpasste er es im 28. Zug den Vorteil festzuhalten und verlor zunächst einen Bauern und dann die Partie. 

Karsten (Schwarz) gewann durch eine Kombination im 18. Zug einen Bauer., vereinfachte dann konsequent und baute den Vorteil aus, den er im 65. Zug sicher in einen Sieg umwandelte.

Mirko entpuppte sich mit Schwarz als Matchwinner. Er gewann mit 23. … La4, bei bis dahin ausgeglichenem Spiel,  durch eine Fesselung die Qualität. Sein Gegner konnte jedoch seine Leichtfiguren gut ins Spiel bringen und hatte gutes Gegenspiel. Mit 34. … Txd5 opferte Mirko die Qualität  gegen eine Leichtfigur plus Bauer zurück. Es gelang ihn von nun an dem weißen  Springer ins Abseits zu stellen und mit seinen Schwerfiguren in die weiße Stellung einzudringen. Dem hatte Weiß nichts mehr entgegenzusetzen und strecke konsequenterweise  vor dem 53. Zug die Waffen.

Damit endete der Wettkampf  2 1/2 zu 1 1/2.

Aus der Vorbereitung vermuteten  wir aufgrund der  bisherigen Spiele, dass an Brett 4 mit Remistendenz und passivem Spiel zu rechnen war.

Dem war jedoch nur teilweise so; der Neustädter spielt die Eröffnung jedoch mit Schwarz stark und hatte lange Zeit einen kleinen positionellen Vorteil, der sich jedoch nach Abtausch der Leichtfiguren minimierte. Im 24.  Zug kam dann das Remisangebot immer noch in komfortabler Stellung für Schwarz. Weiß lehnte zunächst ab. Versuche Partien zu gewinnen schienen aber aussichtslos und eher nachteilig für den Weißen. Ein Blick auf die Stellung an Brett 2 und 3 ergab, dass der Online Club an beiden Brettern eine Qualität bzw. Material mehr  hatte. Daher erfolgte nun im 28. Zug der Remisangebot von Weiß, das von Neustadt ohne Zögern angenommen wurde.

Bei einer Niederlage des Weißen hätte es vermutlich einen Stichkampf gegeben.

[Event "World Championship 28th"] [White "Spassky, Boris V"] [Black "Fischer, Robert James"] [Site "Reykjavik"] [Result "1–0"] [Date "1972.08.06"] [WhiteElo "2660"] [BlackElo "2785"] 1. e4 c5 2. Nf3 d6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 a6 6. Bg5 e6 7. f4 Qb6 8. Qd2 Qxb2 9. Nb3 Qa3 10. Bxf6 gxf6 11. Be2 h5 12. 0-0 Nc6 13. Kh1 Bd7 14. Nb1 Qb4 15. Qe3 d5 16. exd5 Ne7 17. c4 Nf5 18. Qd3 h4 19. Bg4 Nd6 20. N1d2 f5 21. a3 Qb6 22. c5 Qb5 23. Qc3 fxg4 24. a4 h3 25. axb5 hxg2+ 26. Kxg2 Rh3 27. Qf6 Nf5 28. c6 Bc8 29. dxe6 fxe6 30. Rfe1 Be7 31. Rxe6

Bremen und Umzu Turnier: Jugendmannschaft spielt 2:2 gegen Werder II

In der Vorbereitung hatten wir uns gute Chancen gegen Werder II ausgerechnet, die auf dem letzten Platz lagen und noch kein Spiel gewonnen hatten. Leider spielte Niklas an Brett 4 überhastet und hatte nach weniger als einer Minute bereits die ersten 13. Zuge hinter sich gebracht. Er musste das ganze wohl mit einer Bullet Partie verwechselt haben. Allein sein Gegner verfügte im Blitzschach über die größere Erfahrung und die Partie steuert einem schnellen Ende entgegen.

 

Matteo an Brett 3 versucht Niklas noch zu überbieten, strauchelte in der Eröffnung, konnte seinen Gegner diesmal aber im Mittelspiel überlisten und spielte diesmal den Übergang vom Mittelspiel ins Endspiel souverän.

 

An Brett 1 lies und Kenny mit einem überzeugenden Sieg auf 2:1 vorausziehen. Die Entscheidung musste diesmal an Brett 2 fallen und Tjark war auf dem besten Wege; aber sehen wir uns das Ganze mal etwas genauer an.

Tjark spielt mit Schwarz das Englund-Gambit und opferte bereits in der Eröffnung mutig einen Bauern für das aggressivere Spiel. Die Strategie scheint aufzugehen.

Im 12. Zug … Dxb2 eroberte nicht Tjark nur den Bauern zurück, sondern kann sich einen Mehrbauern sichern. Diesen Vorteil hält er durch konsequentes Spiel fest und erobert mit 33.  … Txb3 einen zweiten Bauern. Bis zum 46.  … Txh4 baut er seinen Vorsprung auf sage und schreibe 4:0 Bauern aus, um dann mit 47. … Td5 einen Turm einzustellen.

Das Endspiel 2T gegen T plus 4 Bauern ist immer noch Remis.

Der dritte grobe Patzer des Schwarzen mit 59.  … Kh3 in ausgeglichener Stellung ist dann ein Fehler zu viel und Schwarz verliert die Partie.

Mannschaftsergbenis: 2:2

Online Schachclub schlägt Spraitbach 2 1/2:1 1/2 und zieht ins Finale ein

In einen Halbfinal-Heimspiel-Krimi  besiegte der Online Schachclub Bremerhaven am Freitag, 23.04.21, in der zweiten Auflage der DSOL  5.  Klasse die Schachfreunde Spraitbach  I im Halbfinale aufgrund des bediengungs-losen Einsatzes aller Spieler verdient mit 2 1/2 zu 1 1/2.

Auch die unwahrscheinliche Siegesserie des Spraitbacher Spitzenspielers Arno Reindl, der sage und schreibe 9 au 9 Partien in der 5. Liga gewann, konnte Spraitbach diesmal nicht vor dem Ausscheiden bewahren.

Wir präsentieren in diesem Bericht  die Partien auf dieser Homepage erstmals zu Nachspielen im bekannten Chessbase Format.

Sie haben so die Möglichkeit sich über das ‚Ventilator Symbol‘ den jeweils nächsten besten Zug des Schach-Engine Fritz anzeigen zu lassen.

Es folgen die Partien an den Bretter 1 bis 4. Laut Reglement hat die Heimmannschaft an den Brettern 1 und 4 Schwarz und an den Brettern 2 und 3 Weiß.

Die Partien sind zunächst noch unkommentiert.

A. Reindl – C. Wozniak (Online Schachclub BSG) – Brett 1

J. Schöttger (Online Schachclub BSG) – A. Ziegler – Brett 2

K. Bussemer (Online Schachclub BSG) – T. Kurz  

R. Frey – M. Diehl (Online Schachclub BSG) – Brett 4

Bremen Umzu – Jugend des Online Schachclub unterliegt in Runde 2 und remisiert in Runde 3

Wir ahnten es: In Runde 2 waren für die Jugendmannschaft des Online Schachclubs, die bisher noch keine DWZ Punkte sammeln konnte, gegen den SV Werder I kein Blumentopf zu gewinnen. Wir unterlagen mit 0:4. Doch nahmen wir das Erwartete leicht …

Am Spitzenbrett unterlag der Trainer mit Weiß gegen einen der stärksten Spieler des Turniers.

In Runde 3 spielten wir gegen SV Werder Bremen 3. Wir hatten uns vorgenommen, mindestens einen Punkt nach Hause zu holen. Tjark spielt an Brett 2 mit Weiß mal wieder überragend und frei weg von der Leber auf. Soviel Unvoreingenommenheit wurde natürlich belohnt und mit einem Qualitätsopfer konnte er die Partie mit einer schönen Abschlusskombination gewinnen.

Auch Matteo konnte an Brett 3 mit Schwarz überzeugen. Er spielte von Beginn an überlegen und brachte die Punkte sicher nach Hause.

An Brett 1 lief Lenny, nachdem zum Ende der Caro Kann Eröffnungs-Phase in Nachteil gekommen war, dem Gegner hinterher und es kam wie es kommen musste.

Auch an Brett 4 hatte Niklas bereits in der Eröffnung einen Nachteil herausgespielt. Irgendwo im Mittelspiel lies er dann noch eine Gelegenheit zum Ausgleich aus.

Letztlich verdient trennte man sich 2:2. Der Blick auf die obige Tabelle verrät, dass wir jetzt punktgleich mit dem 2. und 3. auf Platz 4 der Tabelle liegen, was aus unserer Sicht natürlich ein sehr gutes Ergebnis ist.

Online Schachclub erreicht Halbfinale der DSOL durch Sieg gegen SchVgg Blankenese II

Anfang August 2020 gab es einige heiße Tage und ich machte es mir zur Gewohnheit in die Bremerhavener Bürger zu schlendern, um im ‚Schach Café Bürger‘ täglich Schachrätsel zu lösen und bei einem leckeren türkischen Kaffee, den mir mein freundlicher Gastgeber anbot, zu entspannen.

Abendliche Schachübungen im Bürger Schach Cafe (Spätherbst 2020)

Bei einer dieser Gelegenheiten traf ich Christoph und wir spielten vier freie Partien, die am Ende 1 ½ : 2 ½ für Christoph ausgingen. Vor allen beeindruckte mich seine Entschlossenheit aus jeder Partie das letzte herauszuholen und selbst in scheinbar ausgeglichen Stellungen das Feld so lange umzugraben, bis die Ernte eingefahren war.

Als ich Ihn drei Monate später fragte, ob er Lust hätte, beim Online Schachclub mitzuspielen, willigte er zu meiner Überraschung ohne Zögern ein das 1. Brett in der neu gegründeten Mannschaft zu übernehmen. Dies erwies sich als Glücksgriff, denn der Erfolg des Online Clubs ist zum guten Anteil Christoph’s Verdienst, ohne das super Engagement aller schmälern zu wollen.

Beim 2:2 Sieg im Viertelfinale gegen SchVgg Blankenese II – wir gewannen wegen der besseren Brettwertung – durften wir Christoph mal wieder in bester Spiellaune erleben. Nach dem Zug 19. … Se4 von Christoph steht die Stellung ausgeglichen.

Scheele, M. (1908) – Wozniak, Christoph (1996)
Londoner System, Stellung nach 19. … Se4

In der Stellung fällt auf, dass die weißen Bauern auf den gleichen Feldern stehen, wie der weiße Läufer. Der weiße Läufer kann die schwarzen Bauern auf weißfeldrigen Feldern daher nicht direkt attackieren. Der Engine gibt hier den Turmtausch 20. TxT … als beste Variante an, was zu einer ausgeglichenen Stellung führt.

Ich selbst hätte den Zug instinktiv abgelehnt, da er dem Schwarzen die offene a-Linie überlässt. Der Führer der weißen Steine sah dies wohl genauso und spielte 20. Db2 … mit leichtem Nachteil für Weiß.

Zwei Züge später macht sich nun seinerseits der Weiße mit 22. Ta3 … daran, die a-Linie in Beschlag zu nehmen, was Schwarz mit 22. … Ta4 pariert.

Es gab an dieser Stelle zahlreiche Züge (z.B. 22. Kf2) …) für den Weißen, die zu ausgeglichenem Spiel führen. Der Zug 28. Sb2 …, den der Weiße wählte, sieht logisch aus, denn er attackiert den starken Freibauern auf a5. Weiß übersah jedoch die Gegendrohung 28. … Sh5 mit Eindringen der schwarzen Dame über das Feld e2 und unmittelbaren Mattdrohungen gegen den Weißen König. Für Materialgewinn reichte die Zeit nicht mehr. Die Partie ist von da an überraschenderweise für Weiß verloren. Als Weiß versucht mit 30. Sd3 … zurückzurudern, ist es bereits zu spät.

Wenig später, nach 35. … Dc2+, geht das Haus in Flammen auf …

… und der Weiße hisste nach dem 45. Zug die weiße Fahne. Ein überzeugender Sieg von Christoph. Als Jochen wenig später am 2. Brett nachlegte, war der Wettkampf, der 2:2 endete, aufgrund der besseren Berliner Wertung, für den Online Club bereits entschieden.

In der Partie am 2. Brett hatte Jochen in der Brayer Variante der Caro-Kann Verteidigung mit Weiß einen Bauer für Initiative geopfert.

Jochen Schöttger (1929) – B. Riering (1919)
Stellung nach 17. … f6

Hier führen bereits vielen Wege nach Rom, wobei der von Jochen gewählte, laut Engine, noch der Fünftbeste war. Sofort entschieden hätte 18. Sg6 … mit Materialgewinn. Es folgte 18. LxSb8 TxSb8 19. Sc6 mit Qualitätsgewinn bei einem Minusbauern. In einer Stellung T gegen S + Bauer dauerte es dann noch über 30 Züge, ehe der Weiße den Sack zumachte. Eine Kombination aus Wagemut (Bauernopfer), Kombination und Ausdauer, die sich am Ende bezahlt machte.

Die beiden letzten Partien von Mirko und Karsten, durchaus chancenreich, gingen nach langem Kampf etwas unglücklich verloren, waren aber für den Ausgang des Matches nicht mehr entscheidend. Ein Viertelfinale auf bestem Niveau mit spannenden kampfbetonten Partien, so wie man es sich wünscht.

Jugendmannschaft des Online Schachclub siegt zur allgemeinen Überraschung gegen Findorff

Das 1. Bremen und Umzu Turnier ist für unsere Jugendmannschaft eine wunderbare Ergänzung bei der Vorbereitung auf die OTB Saison 21/22. Besonders danken wir dem SV Werder, dass er es mit 3 Mannschaften möglich gemacht hat, dieses Turnier in einem interessanten Rahmen zu veranstalten.

Um es vorwegzunehmen: Wir haben mehr als glücklich gegen Findorff gewonnen und wir wären auch mit einer Punkteteilung mehr als einverstanden gewesen. Aber es kam anders.

Baumann (1867) Findorff – Cabiles (ohne DWZ) Online Schachclub Bremerhaven – 13.04.21– Brett 1

 Kenny hatte bereits in der DSOL 2 – 9. Liga am ersten Brett einen sehr soliden Partieaufbau gezeigt, was sich aber durch den Mangel an Spielpraxis nicht immer in Brettpunkte umsetzte.

In der Partie zeigten beide Spieler keine Schwächen bis zum 14. Zug von Schwarz. Hier verpasste Schwarz mit 14. … c5 die eigentlich naheliegende Abfolge 14. … Sh5 mit Tausch des schwarzfeldrigen, weißen Läufers, die zu einem ausgeglichenen Spiel führt. Weiß lässt nun seinerseits die Gelegenheit aus, mit 15. dxc … den Vorteil festzuhalten. Der optisch gute aussehende Zug 15. Dc2 … führt nur zu ausgeglichener Stellung.

Die obige Stellung zeigt die Partie nach Zug 23. dxe … Mit 23. De2 hätte der Weiße einen Vorteil festhalten können. Man beachte an dieser Stelle auch den unterschiedlichen Zeitverbrauch der Spieler: Weiß 29:03 Schwarz 12:42.

Trotz der knappen Zeit spielt Kenny die nächsten Züge bis zum Remis durch Zugwiederholung quasi fehlerfrei. Weiß beendet die spannende Partie im 37. Zug auf eigenen Wunsch durch Zugwiederholung bei einer Restzeit von 26:08 zu 03:35. Eine starke Leistung von Kenny an Brett 1.

Kretschmer (ohne DWZ) Online Schachclub – Hentrop (1742) Findorff – Brett 2

Das beliebte Londoner System im Damenbauernspiel ist für Weißspieler einfach zu erlernen und führt meist zu geschlossenen Stellung mit einem ruhigen Partieverlauf.

Mit 16. … Dd6?! vergibt Schwarz die Möglichkeit mit 16. … Se4 in Vorteil zu kommen. Nach nachfolgendem 17. … f6 hätte der Schwarze die Möglichkeit gehabt, den Springer von e5 zu vertreiben und seine Majorität am Damenflügel auszuspielen. Die weiße Bauernformation ist geschwächt und es ist schwer die Entwicklung sinnvoll abzuschließen.

Nach der kleinen Ungenauigkeit des Schwarzen steht die Stellung wieder ausgeglichen und wird in den folgenden 16 Zügen von beiden Seiten weiter vereinfacht. Wobei die Nulllinie nie überschritten wird.

Im 33. Zug nahm sich Schwarz 15 Sekunden Zeit und riss die eigentlich auf Remis stehende Partie einzügig um. Der übereilt gespielte Zug 33. … g5?? führt zu einem für Schwarz unrettbar verlorenen Bauernendspiel mit der schnelleren Bauernumwandlung für Weiß.

Fortuna lächelte uns wieder einmal zu, was Sie aber nur bei denen tut, die sich mit der notwendigen Kampfbereitschaft reinhängen. Die beiden letzten Partien liefen noch; es stand 1½ : ½ für den Online Schachclub.

Kropp (1747) Findorff  – Schröpfer (ohne DWZ) Online Schachclub – Brett 3

Der Weiße kommt gut aus der Eröffnung und bringt Schwarz durch die Fesselung des Springers auf e7 in Bedrängnis. Gute Züge sind Mangelware.

Mit 16. … La5 stellt Schwarz problemlos eine Figur ein. Das möchte der Weiße nicht auf sich sitzen lassen und gab die Figur zehn Züge später mit 26. De3xBe4 zurück. Richtig war 26. De3xf3. Nach 26. Df3xSc3 gewinnt Schwarz die Figur zurück.

Wir überspringen an dieser Stelle einige beiderseitige Fehler, die das Blatt immer wieder hin- und her wendete.

Im Zug 47.  … Sb5 hatte, Schwarz wieder einmal einen Gutteil seines Vorteiles abgegeben. Doch mit 48. a4 … ?? übersah Schwarz bereits in Zeitnot die Gabel 48. … Se4! und gab ohne weiteres Zögern auf.

Matteos Sieg mit Schwarz war mehr als glücklich, aber nicht unverdient. Die Bereitschaft auch in schwieriger Stellung unbekümmert weiterzuspielen wurde reich belohnt. Mit Sicherheit hätten wir Findorff eine Punkteteilung gegönnt, aber Fortuna wollte es diesmal anders und wir müssen das akzeptieren.

Von Höfeling (ohne DWZ) Online Schachclub – Thissen (1553) Findorff – Brett 4 – Damengambit

Im Allgemeinen ist es im angenommenen Damengambit für den Schwarzen nachteilig, wenn er den Bauern verteidigt. So hatte ich es mir vor 45 Jahren eingeprägt. Niklas hat dann schon kräftig mitgeholfen, damit die Rechnung aufging. Immerhin gab es keine groben Fehler, wenn man mal davon absieht, dass er schlecht aus der Eröffnung rauskam.

Hier geschah im Zug 8. axb5; besser war 8. O-O. Nach 8. cxb5 hält Schwarz den Mehrbauern auf Dauer fest und der Nachteil führt konsequenter Weise zu einer Verschlechterung der Weißen Stellung über die nächsten 36 Züge. Keine der Seiten machte von nun an gravierende Fehler, sondern die Entwicklung war lediglich eine Folge des Eröffnungsnachteils.

Man beachte den Zeitverbrauch. Am Ende hatte der Schwarze noch 5:06 auf der Uhr, während der Weiße noch mehr als 21:00 auf seiner Uhr hatte. Trotz der Niederlage möchte ich Niklas mal ein Lob für seine Zähigkeit aussprechen. Die mangelnde Technik arbeiten war dann im Training mal konsequent auf.

Online Schachclub erreicht Viertelfinale der Gruppe 5A der DSOL 2

Nach drei Runden der DSOL führte der Online Schachclub überraschend die Tabelle nach einem 2:2 gegen Lasker Steglitz an, strauchelte jedoch in der 4. Runde gegen das abgeschlagene Team aus Eilenriede. Die starke Eilenrieder Mannschaft hat am Ende noch kräftig aufgeholt. Die Tabelle war nach der 5. Runde etwas unübersichtlich, da Großhansdorf II vorzeitig aus dem Turnier ausstieg und die Mannschaften unterschiedlich viele (4 oder 5 Runden) gespielt hatten. Die noch ausstehenden Spiele gegen Großhansdorf wurden jeweils nicht gewertet, so dass erst nach der letzten Runde alle Mannschaften auf eine gespielte Zahl von 6 Runden kamen.

Stand nach der 5. Runde Gruppe 5A

Als Mannschaftskapitän musste ich den aktuellen Stand analysieren und für die bestmögliche Mannschaftsaufstellung sorgen. Wir hatten nach vier Runden gegen die vor uns liegenden Teams Steglitz, Heisfelde und Hellern II bereits erfolgreich gespielt, aber gegen Eilenriede gepatzt. Wir konnten uns bei Siegen gegen Moers und den Münchner SC in den letzten beiden Runden beste Chancen (85%) ausrechnen, die Finalrunde zu erreichen, wenn auch die Wahrscheinlichkeit Erster zu werden, relativ gering war. In der 5. Runde – eigentlich das Spiel gegen Großhansdorf II – mussten wir pausieren, so dass einige Woche vergingen, ehe sich das reale Bild in der Gruppe 5 A einstellte.

Selbst bei einem Unentschieden oder einer Niederlage in den letzten beiden Runden wären unsere Chancen auf das Erreichen der Finalrunde immer noch bei ca. 50% gelegen, was aus der Tabelle zwar nicht ersichtlich, aber aus den theoretisch möglichen Ergebnissen der Runden 6. und 7. mathematisch ableitbar ist.

Stand nach der 6. Runde

Obwohl uns ein wichtiger Spieler absagte, ging gegen Moers dann alles erstaunlich glatt und ich bin ein wenig stolz mit einem Remis zum 3:1 gegen Moers beigetragen zu haben. Nach einer schwierigen Stellung verpasste ich im 34. Zug mit … b6 den Gewinnzug und gab die Partie nach 35. Te4 und einem Remis-Angebot meines Gegners beim Stand von 1:0 für uns nach kurzem Zögern remis (1 ½:½). Wie von mir erwartet, rückten wir nach dem Gesamtsieg (3:1) wieder auf den 2. Platz vor. Nur eine Niederlage gegen den Münchner SC hätte uns jetzt noch komplett aus dem Rennen werfen können.

An dieser Stelle wurde ein Online Training mit FM Julian Kramer (DWZ 2461) als Vorbereitung auf das letzte Spiel gegen den Münchner SC geplant. Wir wollten mal eine professionelle Vorbereitung ausprobieren. Nach einem Sieg gegen Moers in der 6. Runde, galt es den Sack zuzumachen und im letzten Spiel gegen München nichts mehr anbrennen zu lassen. Mehr dazu erfahrt Ihr hier.

Nach Julians perfektem Training konnte nichts mehr schiefgehen. Der hohe Sieg gegen den Münchner SC 3½:½ drei Tage später war Formsache. Wir konnten, was die Zahl der Brettpunkte angeht, den Gesamtsieger Steglitz sogar noch überflügeln. Der Gesamtsieg nach BP war Steglitz nach unserer Niederlage gegen Eilenriede freilich nicht mehr zu nehmen.

Wir gratulieren den Berlinern zum 1. Platz.

Vielleicht sieht man sich im Finale?

Endstand in Gruppe 5 A nach der 7. Runde:

Das Viertelfinale gegen Post SV Neustadt, den Sieger der Gruppe 5 D findet am Montag, den 12.04. 19:30 statt.

Alle Partien unserer Spieler finden sich auf der DSOL Homepage.

Live Übertragung des Deutschen Schach Online Liga (DSOL) Finales, Freitag 30.04. 19:30

Als stärkste in der DSOL vertretene Bremerhavener Mannschaft hat der Online Schachclub das Finale der 5. Liga gegen den Post SV Neustadt erreicht. Das Spiel unserer 4er Mannschaft wird von der DSOL ab 19:30 live übertragen und geht bis ca. 21:00.

Sie können alle vier Partien live über Ihren Internet Browser verfolgen. Wie immer treffen sich die Spieler des Online Schachclubs nach dem Match zu einer Audiokonferenz auf Discord, um die Partien zu analysieren. Wir wünschen uns, dass dies diesmal mit einer kleinen Siegesfeier verbunden sein möge.

Falls Sie teilnehmen möchten, lesen Sie hierzu die kurze technische Beschreibung (PDF), die erklärt, wie Sie an beiden Kanälen teilnehmen können.

Freunde des Schachsports im Herzen der Seestadt Bremerhaven, Alt und Jung, jedermann, ist herzlich willkommen.

Peter Frei

Online Schachclub BSG

Kontakt: Info@BSG2020.de

Was müssen Schachvereine tun, damit Mitglieder den virtuellen Clubraum gerne besuchen?

Ein Erfahrungsbericht

Seit Gründung der DSOL 2 Mannschaften des Online Schachclubs Bremerhaven im Dezember 2020 hat der Club regelmäßig an den DSOL-spielfreien Tagen Spielabende auf Lichess/Discord für die Jugendmannschaft organisiert. Gelegentlich haben wir an den Online-Vereinsabenden des SC Stotel teilgenommen bzw. vice versa.

Das Interesse am Clubabend meines Vereins für die Mitglieder des Teams I war von Anfang an gering, da sich die Mannschaft aus Spielern unterschiedlicher Vereine zusammensetzt. Mit Michael Breitschuh von den Schachfreunden Leherheide und Mirko Diehl vom SC Stotel habe ich mich häufiger zum Thema Online Schach ausgetauscht.

Von mehreren Seiten war zu hören, dass das Interesse der Vereinsmitglieder an den Online Spielabenden gering ist. Meist sind die Online-Veranstaltungen schwach besucht. Dennoch kann ich von spannenden Erlebnissen berichten.

Sehr gut gefallen hat mir Mirkos Format der Beratungspartien (auf Discord/Lichess), wo wir mit mehreren Spielern jeweils eine Partie gegen einen möglichst starken Gegner auf Lichess Schnellpartien gespielt haben und die Züge vor Vollzug jeweils gemeinsam auf Discord analysiert haben. Es ist Übrigens nicht immer ein Vorteil für die Gruppe, denn die Abstimmung führt natürlich auch zu Reibungsverlusten. Ich denke das eignet sich gut für Spielabende mit zwei bis vier Teilnehmern.

Regelmäßig habe ich vor allem mit den Jugendlichen unseres Clubs Ihre Partien aus dem letzten DSOL Spiel durchgesprochen und unter Zuhilfenahme von Stockfish bessere Alternativen analysiert. Vor allem hat das gezeigt, dass hier jede Menge bester Gelegenheiten ausgelassen wurden. Leider ist das Format nicht sonderlich beliebt, da man nicht gerne aus eigenen Fehlern lernt, sondern diese am besten gleich wieder vergisst und sich in neue Abenteuer stürzt.

Gelegentlich habe ich es auch mal Schnellschachpartien Simultan (10 min + 5 sec, 5 min Zeitzuschlag für den Simultanspieler) gegen zwei bis vier Jugendliche auf Lichess gespielt. Oft haben dann die Jugendlichen gewonnen; häufig am Ende durch Zeitnot.

Einmal haben wir es mit einer Online – Blindpartie probiert, die am Ende remis ausging. Das Problem war, dass die Stellung mehrfach korrigiert werden musste, weil eine Figur auf einem falschen Feld gelandet war. Offensichtlich kann es zum Problem werden, wenn Züge mündlich ‚Sf3‘ angesagt werden und vorher ein Springer auf Sg1 und ein zweiter Sd2 steht, weil dann die Gefahr einer Verwechslung besteht.

 Am beliebtesten ist das Format: Wir machen ein kleines Schnellschach-Turnier. Nur leider ist da das Problem, dass der Zuspruch zum Vereinsabend (Online) bei kleinen Vereinen gering ist, sich meist die gleichen Verdächtigen treffen, was dann auf Dauer zu einer eingeschränkten Dynamik führt. Viele klassische OTB Mitglieder der Vereine haben leider immer noch das Problem, die technische Hürde mit dem Computer zu nehmen. Dass man lieber mit Figuren spielt (haptisch), lassen wir an dieser Stelle mal außen vor. Geht mir genauso.

Ich darf an dieser Stelle auf ein Turnier-Angebote unseres Bremer Verbandes verweisen, das mir unser Verbandsvorsitzender, Dr. Höpfner, vor einigen Tagen zugesandt hat. Anmeldeschluss ist der 11.04. gespielt wird mit Vierer Mannschaften auf Lichess. Bedenkzeit 30 + 10. Genaueres hier. Die Teilnahme an einem Verbands-Mannschafts-Turnier mit ergänzender Analyse von Partien am Online Spielabend scheint mir ideal zu sein.

Um Online Vereinsabende für einen größeren Kreis interessant zu gestalten, brauchen wir m.E. vor allen ein Rahmenprogramm, das Online Spielabende interessanter und abwechslungsreicher macht und über mehrere Wochen vielleicht ein ganzes Quartal die Inhalte der Spielabende festlegt.

Gut fand ich z. B. dass Michael beim Simultanturnier mit Malte Colpe auch die Schachfreunde aus Cuxhaven angesprochen hat. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn Cuxhaven teilgenommen hätte.

Zum Ende der Vorrunde der DSOL 2 hatten sich der Online Schachclub vorgenommen zwei hochkarätige Vereinsabende auf unserer technischen Plattform Lichess (Team BSG2020) und Discord (BSG2020) zu organisieren. Hierzu hatten ich bereits im November 2020 noch vor Gründung des Vereins Gespräche mit der Hamburger Schachschule geführt. Diese hat uns kurzfristig zusagt, dass FM Julian Kramer und IM Malte Colpe je eine Veranstaltung übernehmen.

Um es vorwegzunehmen beide Veranstaltungen waren ein positiver Beitrag für das Schachspiel in Bremerhaven. Ich danke Julian und Malte herzlich. Beiden Veranstaltungen habe ich jeweils einen kurzen Artikel gewidmet, auch um anderen Vereinen die Möglichkeit der Nachahmung zu geben.

Auf Vorschlag des HSK haben wir anstelle des kostenlosen Discord das in der Praxis etwa stabilere und einfacher zu handhabende Zoom verwendet. Für Laien sei darauf hingewiesen, dass Zoom für Basis Nutzer eine Zeitbegrenzung von 45 Minuten für Online Meetings vorsieht, was bei solchen Veranstaltungen natürlich nicht praktikabel ist. Der Zoom Premium Account für den Verein ohne Zeitbegrenzung kostet ca. 120 € pro Jahr.

Bei beiden Veranstaltungen haben Julian und Malte Ihren Bildschirm geshared und das Gesehen am virtuellen Brett online kommentiert.

Für Vereine des Bremer Schachverbandes mit Interesse an der Organisation ähnlicher Veranstaltungen möchte ich nach einem sehr freundlichen Telefonat mit unserem Verbandspräsidenten, Herrn Dr. Höpfner, darauf hinweisen, dass auch unser starker Verbandsclub, die Schachsparte von Werder Bremen, die Vereine des Landesverbandes hier unterstützt. Der Online Schachclub Bremerhaven wird in Zukunft gerne von diesem Angebot Gebrauch machen.

Ich selbst habe in Hamburg studiert und in den 80ger Jahren für einen späteren Bundesliga Klub, ‚Schachklub Norderstedt‘, gespielt. Daher liegt dem Online Schachclub Bremerhaven ein guter Kontakt zu beiden Vereinen, Werder Bremen und dem Hamburger Schachklub, am Herzen.

Simultanturnier mit IM Malte Colpe

Das Simultanturnier war als Abschluss der DSOL 2 Vorrunde für die Spieler des Online Schachclub und Freunde gedacht und als Werbeveranstaltung für das Online Schach in Bremerhaven und umzu. Im Vorfeld der Veranstaltung führte ich mehrere Telefonate mit Malte Colpe (DWZ 2319), um gemeinsam einen fairen und attraktiven Modus festzulegen. Ich ging von 10 – 15 Teilnehmern aus, wobei 2 – 4 Teilnehmer eine DWZ von 1800 – 2000 aufwiesen und die restlichen 11 – 13 eine DWZ unter 1.800.

Gelegentlich hatte ich selbst Schnellschachpartien Simultan (10 min + 5 sec, 5 min Zeitzuschlag für den Simultanspieler) auf Lichess gegen unsere Jugendlichen gespielt. Oft haben die Jugendlichen gewonnen; häufig am Ende durch Zeitnot etwa im Verhältnis 2:3. Es dauert ein bisschen bis sich die optimalen und fairen Parameter für das Simultanschach gefunden haben. Diese waren für das Simultanspiel mit Malte auf seinen Vorschlag folgende:

Bedenkzeit: 30 min

Inkrement:  0 sec (= zusätzliche Bedenkzeit pro Zug)

Zusätzliche Bedenkzeit des Simultan Spielers:  15 min

Farbe:  zufällig

Anzahl der Maximal teilnehmenden Spieler:     15

Wir hatten vier Gäste, die nicht aktiv am Simultan teilnehmen wollten. Die Studentinnen und Studenten der FH Bremerhaven Medientechnik, die für die Lieblingsidee des Online Schachclub, das Schach Café in der Innenstadt Bremerhavens, ein kleines Werbevideo erstellen.

Ich hatte Malte daher gebeten, neben dem aktiven Spiel auf Lichess, seine Züge mit gelegentlichen Kommentaren zu versehen. Eine doppelte Belastung für den Simultanspieler, der Malte in souveräner Weise gerecht wurde.  Die Lichess Simultan Funktion schiebt immer die aktuell gespielte Partie in den Fokus des Simultanspielers. Hier sehen wir Lichess und Malte in Aktion:

Bei einer Differenz von 500 DWZ Punkten gewinnt der stärkere Spieler i.d.R. 24 von 25 Partien im direkten Vergleich. Der Simultanspieler spielt praktisch Blitzpartien gegen seine Simultangegner. Bei zehn Teilnehmern hatte Malte also ca. 4,5 Minuten pro Partei (45/10). Allerdings ist die Gefahr Fehler zu machen und eine Figur einzustellen, natürlich wegen des ständig wechselnden Szenarios aus Partien und Kommentierung hoch. Im Nachgang haben wir mit Malte diskutiert und ist fest zu halten, dass ein Zeit-Zuschlag pro Zug sicher einen fairen Wettbewerb nicht beeinträchtigt hätte.

Besonders freute den Online Schachclub die Teilnahme der Schachfreunde aus Leherheide und Stotel. Mit Jochen hat auch ein Spieler des SC Northeim teilgenommen. Dass es trotz Michaels Bemühen die Teilnahme des SC Cuxhaven nicht geglückt ist, ist schade; aber das machen wir dann das nächste Mal.

Leider konnten wir das geplante maximale Kontingent von 15 Teilnehmern nicht ausschöpfen. Ein elfter Teilnehmer, der Interesse hatte, konnte nicht mehr rechtzeitig in den Turnierraum gelotst werden, da die Einrichtung eine Lichess Account zu lange gedauert hätte und die anderen Teilnehmer bereits gespannt auf den Start des Turnieres warteten.

Malte gewann sechs Partien, spielte zweimal remis und verlor zwei Partien. Eine souveräne Leistung.

Danke Malte!

Online Training mit FM Julian Cramer 22.03.

Der Online Schachclub wollte mal eine professionelle Vorbereitung ausprobieren auf ein Spiel ausprobieren. Nach einem Sieg gegen Moers in der 6. Runde der DSOL, galt es den Sack zuzumachen und im letzten Spiel gegen München SC nichts mehr anbrennen zu lassen.

Daher legte wir Wert auf eine optimale Vorbereitung. Die Veranstaltung mit FM Julian Kramer war punktgenau für den 22.03., drei Tage vor dem letzten Gruppenspiel gegen den Münchner SC am 25.03. geplant.

Inzwischen waren 24 Partien (6*4) von beiden Teams in der DSOL gespielt, so dass reichlich Material vorlag, um den Spielaufbau der voraussichtlichen Gegner des MSC zu analysieren. Wenn man eine solche Veranstaltung ‚Spielvorbereitung auf ein wichtiges Spiel‘ mit einem Experten, wie Julian, plant, ist es natürlich wichtig, den Rahmen der Analyse genau abzustecken. Die Veranstaltung war auf zwei Stunden abgesprochen, so dass sich bei zwölf zu analysierenden Partien eine Analysezeit von ca. 10 Minuten pro Partie ergab.

Als Veranstalter des Trainings hatte ich aus der Datenbank der DSOL zwölf Partien des MSC ausgewählt, nach den Gesichtspunkten: 1.  wer vom MSC spielt wahrscheinlich und 2. welche Partien sagen etwas aus über Schwachstellen aus bzw. mit welchen Eröffnungen unserer Schachfreunde müssen wir rechnen. Alle Partien hatten wir mit Stockfish vorher analysiert und Julians Analyse jeweils auf die interessantesten Partieabschnitte begrenzt.

Es macht wenig Sinn sich die Mattsetzung K+T gegen K von einem Bundesligaspieler demonstrieren zu lassen; das kriegen wir problemlos selbst hin, jedenfalls meistens. Diese zwölf ausgewählten Partien schickte ich mit der Bitte um Analyse und Kommentierung an Julian.

Leider war die Beteiligung des Team 1, für das das Training gedacht war, nicht so stark wie erhofft. Nur Jochen, Mirko und ich nahmen aus Team 1 teil. Da 6. Runde jedoch zu unseren Gunsten lief, haben Mirko und ich auf einen Einsatz in der letzten Runde gegen München verzichtet und Stephan hat gespielt. Ich hatte bereits zu Beginn der DSOL dargelegt, dass wir jedem Spieler einer Mannschaft Gelegenheit geben wollten zum Einsatz zu kommen. Einige Jugendliche haben sich das Training von Julian auch mal angeguckt.

Ich muss Julian Kramer ein großes Lob aussprechen. Er hat uns in zwei Stunden einen Vortrag über Schachstrategie und -taktik gehalten, der in der kleinen Runde begeistert aufgenommen wurde. Er ließ uns teilhaben an den strategischen und taktischen Überlegungen eines Spielers aus der zweiten Schachbundesliga.

Meine Frage, ob HSK II, die Mannschaft von Julian und Malte und The Big Greek, sich bei wichtigen Spielen ähnlich vorbereitet, wurde allerdings verneint. Man geht da wohl etwas hemdsärmeliger an die Matches ran …

Nun konnte gegen den MSC nichts mehr schiefgehen.