Jugendmannschaft verliert geschwächt gegen Tabellenführer SVG CAISSA Kassel II (10.02.21)

Es war klar, dass es schwer würde mit dem Tabellenführer Kassel mitzuhalten. Wir hatten diesmal kein Glück und dann kam noch das Pech dazu. Tjark fiel wegen eines Incidents ultra-kurzfristig aus, so dass es zeitlich nicht mehr möglich war einen Ersatzspieler zu stellen. Die Mannschaft war bereits gemeldet und das Änderungszeitlimit überschritten.

Cendrik (1), Matteo (2) und Niklas (4) schlugen sich trotzdem wacker. Doch gegen die viel erfahrenere Mannschaft aus Kassel waren sie an diesem Tag kein Blumentopf zu gewinnen. Es lohnt sich aber einen Blick auf die Partien unserer Jugendspieler zu werfen. Ihr findet die Partien jeweils über den Link auf der DSOL Homepage. Wir haben die Partien, wie immer, analysiert, um es das nächste Mal besser zu machen.

Cendrik spielte mit Weiß gegen einen 743 DWZ Punkte stärkeren Gegner. Wie meist in diesem Turnier spielt er bis zum Ende des Mittelspiels am 20. Zug auf Augenhöhe.

Das Bild zeigt den Weißen mit Mehrfigur nach dem 15 Zug von Schwarz. Der schlichte Zug axb3 hätte den materiellen Vorteil problemlos festgehalten. Durch einige Ungenauigkeiten ging der Vorteil bis zum 20. Zug verloren und die Partie stand beim Übergang ins Endspiel ausgeglichen mit leichtem Vorteil für Schwarz.

Schließlich wirkte sich die mangelnde Praxis im Endspiel nachteilig für Weiß aus. Im Endspiel Springer gegen Läufer bei gleicher Bauernzahl verirrte sich der Weiße König auf dem Königsflügel, wo er am Damenflügel dringend gebraucht wurde. Der erfahrenere Kassel Spieler konnte diesen Positionsfehler nutzen und bei eingeschränkter Gegenwehr problemlos einen Bauern durchbringen.

Matteo spielte mit Schwarz wie gewohnt locker auf und in einer geschlossenen Partie vom 1. Zug an auf Matt. Er hat bereits eine breit gefächerte Kenntnis der Eröffnungen, wenn es freilich auch in der Tiefe seiner Eröffnungskenntnisse noch etwas mangelt.

Das Bild zeigt die Stellung nach dem 22. Zug von Weiß. Stockfish meint 0.0. Schwarz hat einen Bauern mehr und mit Thd8 hätte er weiter vereinfachen können. Auch Sb4 bietet dem Schwarzen gute Chancen. Hier machte sich die fehlende Turnierpraxis noch einmal negativ bemerkbar. Aber Matteo wird das sich in den nächsten Monaten locker aufholen und sein starkes Angriffsspiel weiterentwickeln.

Niklas hat sein Eröffnungsspiel inzwischen stark verbessert. Die Figuren stehen nach der Eröffnungsphase jetzt allgemein gut entwickelt auf dem Brett. Noch weit nach dem 10ten Zug war die Stellung in etwa ausgeglichen. Das aggressive und auf Angriff ausgerichtete Blackmar-Diemer Gambit, das Niklas spielte, erfordert jedoch eine anhaltende Initiative. Früher Tausch von Leichtfiguren ist in der Regel zu vermeiden, wenn man kein konkretes Angriffsziel hat. Als die Initiative dann notgedrungen mangels Masse erlahmte, schlug der Vorteil sich auf die Seite des Gegners.

Das 0:4 war diesmal kein Schiffbruch, sondern logische Konsequenz der größeren Erfahrung des Gegners. Wir werden das sorgfältig analysieren und schlagen dann das nächste Mal mit einer angepassten Mannschaftaufstellung umso entschlossener zurück. Habt Ihr gut gemacht. Kopf hoch.

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