Online Schachclub gewinnt DSOL Meisterschaft

Am 30.04. besiegte der Online Schachclub Bremerhaven – Post SV Neustadt mit 2 1/2 : 1 1/2 in einem spannenden Finale und gewann damit als erster Bremer Verein eine DSOL Liga. Die Bremerhavener Spieler spielten in der Aufstellung Jochen Schöttker (Weiß), Karsten Bussemer (Schwarz), Mirko Diehl (Schwarz) und Peter Frei (Weiß).

Jochen opfert in der Eröffnung einen Bauern für starkes Figurenspiel. Leider verpasste er es im 28. Zug den Vorteil festzuhalten und verlor zunächst einen Bauern und dann die Partie. 

Karsten (Schwarz) gewann durch eine Kombination im 18. Zug einen Bauer., vereinfachte dann konsequent und baute den Vorteil aus, den er im 65. Zug sicher in einen Sieg umwandelte.

Mirko entpuppte sich mit Schwarz als Matchwinner. Er gewann mit 23. … La4, bei bis dahin ausgeglichenem Spiel,  durch eine Fesselung die Qualität. Sein Gegner konnte jedoch seine Leichtfiguren gut ins Spiel bringen und hatte gutes Gegenspiel. Mit 34. … Txd5 opferte Mirko die Qualität  gegen eine Leichtfigur plus Bauer zurück. Es gelang ihn von nun an dem weißen  Springer ins Abseits zu stellen und mit seinen Schwerfiguren in die weiße Stellung einzudringen. Dem hatte Weiß nichts mehr entgegenzusetzen und strecke konsequenterweise  vor dem 53. Zug die Waffen.

Damit endete der Wettkampf  2 1/2 zu 1 1/2.

Aus der Vorbereitung vermuteten  wir aufgrund der  bisherigen Spiele, dass an Brett 4 mit Remistendenz und passivem Spiel zu rechnen war.

Dem war jedoch nur teilweise so; der Neustädter spielt die Eröffnung jedoch mit Schwarz stark und hatte lange Zeit einen kleinen positionellen Vorteil, der sich jedoch nach Abtausch der Leichtfiguren minimierte. Im 24.  Zug kam dann das Remisangebot immer noch in komfortabler Stellung für Schwarz. Weiß lehnte zunächst ab. Versuche Partien zu gewinnen schienen aber aussichtslos und eher nachteilig für den Weißen. Ein Blick auf die Stellung an Brett 2 und 3 ergab, dass der Online Club an beiden Brettern eine Qualität bzw. Material mehr  hatte. Daher erfolgte nun im 28. Zug der Remisangebot von Weiß, das von Neustadt ohne Zögern angenommen wurde.

Bei einer Niederlage des Weißen hätte es vermutlich einen Stichkampf gegeben.

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